Wasting Away #26: Sarkastische Roboter gelten nicht mehr (INTERSTELLAR, MOCKINGJAY, ARGENTO’S DRACULA)

Hier ist Folge 26 von Wasting Away, dem Podcast über Filme, die nur mit Alkohol zu ertragen sind! Diesmal widmen wir uns bei Glühbier (sic) mit DARIO ARGENTO’S DRACULA einem weiteren Hörervorschlag, besprechen Christopher Nolan’s INTERSTELLAR und MOCKINGJAY und geben euch weitere Buch- und Filmempfehlungen. Viel Spaß…wenn man das sagen kann.

Wie immer gilt: Wir freuen uns über Kommentare, iTunes-Bewertungen und ganz besonders über eure finanzielle Unterstützung auf Patreon. Patreon-Unterstützer erhalten Zugriff zur HD-Video-Version des Podcasts sowie gelegentliches Bonus-Material.

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Wasting Away #25: Halloween 2014 – Pille war auch dabei (NIGHT OF THE LEPUS, BOXTROLLS, WHAT WE DO IN THE SHADOWS)

Happy Halloween, liebe Wasting Away-Hörer! In unserer neuen Folge widmen wir uns passend zum liebsten Fest des Jahres aller Horrorfreunde einem (theoretisch) besonders gruseligen schlechten Film: In NIGHT OF THE LEPUS werden niedliche Hasen zu mörderischen Bestien! Im weitesten Sinne! Außerdem besprechen wir Laikas THE BOXTROLLS, die Vampir-Mockumentary WHAT WE DO IN THE SHADOWS Dokus I KNOW THAT VOICE und VIDEO GAMES: THE MOVIE sowie die beiden Videospiele CIVILIZATION: BEYOND EARTH und BAYONETTA 2. Viel Spaß!

Auch zu dieser Folge gibt es eine HD-Video-Version. Zu sehen bekommt ihr sie, wenn ihr uns mit einem Betrag eurer Wahl auf Patreon unterstützt.

00:00:00 – Intro & schlechte Gags
00:07:30 – 13 NIGHTS OF ELVIRA
00:13:55 – WHAT WE DO IN THE SHADOWS
00:19:40 – I KNOW THAT VOICE
00:29:25 – VIDEO GAMES: THE MOVIE
00:39:00 – CIVILIZATION BEYOND EARTH
00:44:20 – BAYONETTA 2
00:53:40 – BOXTROLLS
01:15:20 – NIGHT OF THE LEPUS

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Wasting Away #24: It’s already black (SAMURAI COP, DRACULA UNTOLD, HARMONTOWN)

Die 24. Folge von Wasting Away! Wir besprechen DRACULA UNTOLD, die HARMONTOWN-Doku, Dave Eggers Roman THE CIRCLE und die Indie-RomCom OBVIOUS CHILD. Und mit SAMURAI COP haben wir einen weiteren obskuren Action-Trash-Film gefunden, der sich hervorragend im Double Feature mit dem in der letzten Folge besprochenen MIAMI CONNECTION machen würde.

Auch dieses Mal bekommen Patreon-Unterstützer Zugriff auf die Video-Version des Podcasts.

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Wasting Away #23: Biker by Day, Ninja by Night (MIAMI CONNECTION, WHO AM I, BIRDMAN)

Wasting Away #23 ist hier! Wir besprechen den deutschen Hacking-Thriller WHO AM I sowie Michael Keatons Meta-Comeback BIRDMAN! Und es gibt mit MIAMI CONNECTION einen der rätselhaftesten (und unterhaltsamsten) Trash-Filme der bisherigen Wasting Away-Geschichte! UND wir begrüßen unseren ersten Special Guest!

Als Patreon-Backer von Wasting Away habt ihr ab dieser Folge Zugriff auf die HD-Video-Version des Podcasts, als Stream und zum Download! Unterstützt uns hier!

Natürlichen freuen wir uns auch nach wie vor über iTunes-Reviews, Kommentare, Tweets etc.

00:00:00 – Intro

00:08:10 – WHO AM I

00:18:00 – BIRDMAN (& ein Bisschen David Fincher-Talk)

00:37:15 – MIAMI CONNECTION

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Wasting Away #22: Look! Coolio! (LEPRECHAUN IN THE HOOD, MAZE RUNNER, DOCTOR WHO)

Hier ist die 22. Ausgabe unseres Podcasts über Filme, die nur mit Alkohol zu ertragen sind! Wir besprechen unter anderem MAZE RUNNER, die aktuelle Staffel von DOCTOR WHO, A MOST WANTED MAN mit Phillip Seymour Hoffman sowie den großartigen FRANK.

Ihr mögt Wasting Away? Dann lasst uns doch ein Review und eine Bewertung bei iTunes da!

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00:00:00 – Intro (inkl. Patreon-Erklärung)

00:10:00 – A MOST WANTED MAN

00:15:05 – MAZE RUNNER

00:24:00 – MAPS TO THE STARS

00:31:30 – DOCTOR WHO

00:44:00 – FRANK (plus Exkurse über DRECKSSAU, GARDEN STATE und Depressionen im Film)

01:05:20 – LEPRECHAUN IN THE HOOD

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Wasting Away #21: The Adventures of Stella Artois (STARCRASH, GUARDIANS OF THE GALAXY, SIN CITY)

Jajaja, es hat schon wieder einen Monat gedauert, bis die neue Wasting Away Folge erscheint. Dafür widmen wir uns diesmal allerdings wie versprochen unserem ersten Hörervorschlag, dem, naja, von STAR WARS “inspirierten” David Hasselhoff-Vehikel STARCRASH.

Vorher gibt es allerdings noch unsere Reviews zu GUARDIANS OF THE GALAXY (duh), SIN CITY 2 und HERCULES, sowie einen ausführlichen Exkurs über die eher deprimierenden Dinge, die sich gerade in der Gamer-Szene abspielen.

00:00:00 – Feminist Frequency, Zoe Quinn & Sexismus in der Gaming-Szene

00:24:05 – GUARDIANS OF THE GALAXY

00:39:45 – SIN CITY 2: A DAME TO KILL FOR

00:58:15 – HERCULES

01:11:00 – Robin Williams

01:31:00 – STARCRASH

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SMoitzcast #1: R.I.P. Robin Williams

Willkommen zur ersten Folge meines neuen Podcasts für alles, was nicht in meine anderen Podcasts passt. Oder so. In dieser ersten Folge reden Conrad (of Die Abspanner & Pillows & Blankets-Fame) und ich über Robin Williams’ Karriere.

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Links zur Folge:

Stiftung Deutsche Depressionshilfe

A.V. Club: On Robin Williams, depression, and the very real struggle to stay alive

Cracked: Robin Williams and Why Funny People Kill Themselves

NY Daily News: Robin Williams dead at 63: Don’t let Robin’s darkness spread (!!!)

LUCY – Dare to be stupid

Ich suche noch nach einem Wort, das stark genug ist, Luc Bessons LUCY zu beschreiben. “Dumm” reicht nicht. EXPENDABLES ist dumm. Michael Bay-Filme sind dumm. LUCY ist mehr als nur dumm. LUCY ist eine verfilmte Lobotomie. LUCY arbeitet aktiv darauf hin, die Intelligenz des Publikums in den bisher nicht erschlossenen negativen Bereich zu bewegen. LUCY ist so aggressiv idiotisch, dass Stephen Hawking den Film aus Sicherheitsgründen niemals ansehen darf, weil das Zusammenprallen von Intelligenz- und Antiintelligenz zur Entstehung eines schwarzen Doofheits-Lochs führen würde, das alles intelligente Leben auf dem Planeten auslöschen würde, sodass am Ende nur noch Luc Besson übrig bleibt. Der letzte Satz war wissenschaftlich, glaube ich, nicht ganz korrekt, aber immerhin nicht gezielt anti-wissenschaftlich, wie zum Beispiel LUCY. Oh mein Gott, ist LUCY dumm.

Fürs Protokoll: Ich habe an sich kein Problem damit, dass sich ein Film den urban myth, wir Menschen würden nur 10% unseres Gehirns nutzen1, zur Prämisse nimmt. Die Prämisse von SPIDER-MAN ist wissenschaftlich auch nicht 100% korrekt. Womit ich allerdings ein Problem habe, ist wenn ein Film sich diesen Schwachsinn zur Prämisse nimmt und dann darauf basierend profund, tiefgängig, ja didaktisch sein will. Und LUCY ist genau das. Der Film mag vorgeben, ein Actionfilm, ein Riff auf das Superheldenkino zu sein, ist in Wahrheit aber nichts anderes als die aufwendigste PowerPoint-Präsentation aller Zeiten, und wie alle2 PowerPoint-Präsentationen ist auch LUCY ab-so-lu-ter, unfassbarer Bullshit, der allerdings, ebenfalls in der Tradition aller PowerPoint-Präsentationen aller Zeiten, von seinem Urheber für die wichtigste Lektion gehalten wird, die das Publikum jemals lernen wird.

Letzteres ist das andere herausstechende Merkmal des Films – neben seiner, nochmal, unbeschreiblichen Dummheit. In jeder Sekunde von LUCY spürt man, wie unendlich geil Luc Besson sich findet, wie unvorstellbar es für ihn ist, dass eine seiner Ideen ihm nicht von Gott persönlich ins Ohr geflüstert wurde. LUCY ist sich für absolut nichts zu schade und die Verlässlichkeit, mit der Besson jeder an Idiotie scheinbar nicht mehr zu überbietenden Idee eine weitere, noch dümmere folgen lässt, der unaufhaltsame Strom geistiger Diarrhö, entwickelt in seiner Konsequenz eine beinahe hypnotische Wirkung und verleitet mich fast zu der Aussage, man müsse das gesehen haben, um es zu glauben, wenn ich nicht wüsste, dass ich damit Bessons Plan, die in IDIOCRACY satirisch prophezeite Zukunft Realität werden zu lassen, unterstützen würde.

Aber ja, es ist auch irgendwie eindrucksvoll, was Besson hier auffährt, auf eine verstörende Weise. Man stelle sich vor, jemand würde bei einem dieser Sandburgenbau-Wettbewerbe mitmachen und eine gewaltige, bizarre, MC Escher-mäßig verdrehte Burg bauen, aber nicht aus Sand, sondern aus seinem eigenen Kot. Das Ergebnis wäre LUCY nicht unähnlich: Es ist beeindruckend und originell und faszinierend, aber eben auch 100% Scheiße.

Das Problem ist nicht nur, dass LUCY dumm ist und basierend auf seiner Dummheit eine idiotisch-verschwurbelte Message(/Philosophie/whatever) vermitteln will; das Problem ist, dass jedes Element des Films im Dienste dieser Message steht, und zwar nur dieser Message. Der Setup um die in China lebende US-Studentin Lucy (Scarlett Johansson), die gegen ihren Willen zum Drogenkurier wird und versehentlich großen Mengen einer neuen Droge ausgesetzt wird, die die angeblich unerschlossenen Regionen des menschlichen Gehirns aktiviert und damit dem Konsumenten aus irgendeinem Grund Superkräfte verleiht, ist rudimentär, aber funktional, präzise, perfekt als Basis eines mitreißenden Actionfilms, zu dem LUCY dann auch für ca. 4 Minuten wird. Doch es dauert nicht lange, dann beginnt die Droge richtig zu wirken, und damit einhergehend verliert LUCY als Actionfilm jedes Gewicht, jede Fallhöhe. Besson suggeriert mit eingeblendeten Prozentangaben, dass die Wirkung der Droge eine Progression hat, Lucy mit wachsender Geistesleistung neue Kräfte gewinnt, doch dies bleibt bloße Behauptung – Lucy kann von Anfang an einfach alles, was die Situation gerade erfordert, ihre Superkräfte folgen keinen Regeln, was einerseits wieder die nicht unsympathische scheiß-auf-alles-Haltung des Films illustriert, andererseits aber auch dafür sorgt, dass nie irgendwas auf dem Spiel steht, da Lucy unverwundbar ist und schnell gar nicht mehr wirklich an der Action teilnimmt, sondern nur wie Neo in MATRIX kurz mit der Hand wedelt und damit alle Feinde entwaffnet und/oder zu Boden bringt. Die tatsächlichen Actionszenen bestehen dann, von einer kurzen, gut inszenierten Autofahr-Szene abgesehen, aus generischen Shootouts, die man so schon tausend mal gesehen hat und nichtmal beim ersten Mal interessant waren.

Es ist alles nur ein Vorwand, um Lucy und Morgan Freeman in einen Raum zu bekommen, damit sie uns gemeinsam eine Lektion über das Leben und den Sinn und kosmische USB-Sticks (oder so) erteilen können, die inhaltlich nahtlos an die ramblings der bekifften Deppenfreunde meines alten Mitbewohners anknüpft. Was ich sagen will: LUCY ist ziemlich dumm.

 


  1. Nochmal zum Mitschreiben: Das ist erwiesener Maßen Unsinn. Außer, wenn man LUCY bereits gesehen hat, dann kann man froh sein, wenn noch 10% übrig bleiben.  
  2. wirklich alle  

DAWN OF THE PLANET OF THE APES (PLANET DER AFFEN: REVOLUTION) oder: I give up

Ich bin immer wieder überrascht, wie wenig es braucht, damit Kritiker einen Film für klug und tiefgängig und komplex halten. Am Größten war meine Verwirrung zuletzt bei GODZILLA, den Kritiker feierten und bei dem sie angesichts des angeblichen Tiefgangs (und der zugegeben hervorragenden Inszenierung des Monsters selbst) über die offensichtlichen Schwächen der Story und Charaktere hinwegsahen. DAWN OF THE PLANET OF THE APES setzt allerdings noch einen drauf: Wo GODZILLA immerhin die erwähnten Monster-Szenen zu bieten hatte, hat DAWN OF THE PLANET OF THE APES, naja, nichts. Und dennoch feiern Kritiker, auch kluge, ihn als smartes Blockbuster-Entertainment: Für Drew McWeeney von HitFix ist DAWN “a film that digs deep, that challenges not only the notion of what a studio blockbuster looks like but also how sequels are supposed to work in a commercial world, a movie about real ideas with a spectacular sense of character and mood”. “The final act of Dawn of the Planet of the Apes is as moving and thought-provoking as anything in the annals of socially conscious science fiction.” schreibt Devin Faraci bei Badass Digest. Josh Larsen (of Filmspotting-Podcast-Fame) vergleicht den Film gar mit Shakespeare: “The nods to Julius Caesar, Henry V and other Shakespearean histories and tragedies aren’t only shallow references, a way to give sci-fi a literary sheen. Because Dawn, like Rise, has envisioned its simian characters so fully, developed their world so intricately and told their story so deftly, the classic themes are given room to live and breathe. As a result, they’re as integral to the film’s tapestry as the stunning special effects.”

Ich sag mal so: Wenn das hier Shakespeare ist, muss ich wohl Ira Glass zustimmen, der kürzlich auf Twitter eine kleinere Kontroverse auslöste, als er schrieb: “Shakespeare sucks.”1

DAWN OF THE PLANET OF THE APES ist kein tiefgängiger Film. Es ist ein Film mit Message, doch die beschränkt sich auf ”Can’t we all just get along?”. Nach der PV unterhielt ich mich mit einem Kollegen, der den Film dafür lobte, dass er keine einfachen Antworten liefere, dass er auf eine einfache gut/böse-Einteilung der Seiten (Menschen vs. Affen) verzichtet. Das stimmt, doch wie US-Kollege Vince Mancini schreibt: “You only get credit for not offering easy answers if you actually ask a hard question”. Die Maxime, einfache Antworten zu vermeiden, halten Regisseur Matt Reeves und die Drehbuchautoren Mark Bomback, Rick Jaffa und Amanda Silver vor allem dadurch ein, dass sie sich in Allgemeinplätze flüchten und sich weigern, tatsächlich Stellung zu beziehen, tatsächlich irgendwas zu sagen, dem potentiell auch nur ein einziger Zuschauer widersprechen könnte – das ist nicht komplex oder, was weiß ich, fair and balanced, es ist nur feige, und es ist doppelt bitter, bedenkt man, dass die PLANET DER AFFEN-Reihe in der Vergangenheit nicht gerade mit klarer Positionierung hinterm Berg gehalten hat – mit der radikalen Misanthropie des Originalfilms muss man nicht übereinstimmen, aber immerhin bietet sie Angriffsfläche, man kann sich daran reiben, darüber diskutieren, sich darüber aufregen. DAWN OF THE PLANET OF THE APES will unbedingt ernst genommen und gehört werden, sagt dann aber nur “Krieg ist doof”, damit das Publikum diese revolutionäre Message abnicken kann und sich alle gemeinsam so fühlen dürfen, als hätten sie etwas Gutes getan.

Nun muss ein Film natürlich nichts Neues oder Tiefgreifendes oder Kontroverses oder überhaupt irgendetwas aussagen, um gut zu sein. Doch DAWN OF THE PLANET OF THE APES hat eben auch darüber hinaus nichts zu bieten. Die Story um einen Damm, der im Gebiet der Affen liegt und den eine kleine Gruppe von Menschen reparieren möchte, um ihre Stromversorgung zu sichern, ist uninteressant und offensichtlich nur ein Vehikel, um die besagte, dünne Message des Films zu transportieren. Die Charaktere sind eindimensional und starr, keiner von ihnen macht eine Entwicklung durch, für Ambivalenz ist kein Platz – was besonders bei Caesar (Andy Serkis), dem Anführer der Affen, ein Bisschen eklig ist, bietet der Film ihn doch durchgehend und kritiklos als good guy an, obwohl er von Anfang an im Grunde ein Diktator ist. Das Schauspiel ist auf Seite der Menschen entweder bis hin zur Karikatur übertrieben (Gary Oldman als einer der villains des Films) oder, ähm, nicht vorhanden (Hauptdarsteller Jason Clark). Auf Seite der Affen sieht es besser aus, sowohl Serkis als auch Toby Kebbell als der böse Affe Koba liefern gute Performances ab, allerdings steht ihnen das CGI im Weg – denn das ist zwar beeindruckend vom technischen Standpunkt aus, doch die Technik ist noch nicht so weit, dass man die Herkunft der Affen aus dem Rechner vergisst und sie als, naja, Affen statt als sehr beeindruckendes CGI wahrnimmt. Auch Reeves’ Inszenierung ist bestenfalls zweckdienlich, wirklich einprägsame Bilder findet er keine (selbst der Vorgänger hatte da im Finale mehr zu bieten) und in den unübersichtlichen Actionszenen fühlt man sich unangenehm an CLOVERFIELD erinnert.

Ganz ehrlich, ich bin mir nicht sicher, warum wir überhaupt über diesen Film reden. DAWN OF THE PLANET OF THE APES ist nur ein weiterer dieser hyperseriösen, humorlosen Blockbuster, von denen die Kinos in den letzten Jahren überschwemmt werden. Die dadurch, dass sie sich selbst wahnsinnig ernst nehmen, Tiefgang vortäuschen und damit letztlich nur zu kaschieren versuchen, dass sie nicht nur keine eigenen inhaltlichen oder inszenatorischen Ideen haben, sondern auch an ganz basalem Storytelling-Handwerk wie dem Etablieren halbwegs interessanter Charaktere scheitern2. Warum auf gerade diesen jetzt auch so viele kluge Kritiker reinfallen? Ich habe nicht die geringste Ahnung.

 

Kinostart: 07.08.2014

 


  1. Shakespeare doesn’t suck. For the record.  
  2. ungleich: bewusst darauf verzichten  

Wasting Away #20: Mister USB-Stick (JOHNNY MNEMONIC, 22 JUMP STREET, PLANET DER AFFEN)

Die 20. Folge Wasting Away ist hier, und nach der kompakten #19 gibt es diesmal eine Super Sized-Version unseres Podcasts,  mit neuen Streaming-Empfehlungen, Besprechungen zu 22 JUMP STREET und DAWN OF THE PLANET OF THE APES, sowie dem besten Nicolas Cage-Film, in dem Nicolas Cage nicht mitspielt: JOHNNY MNEMONIC.

Wenn euch der Podcast gefällt, freuen wir uns über eine Bewertung und/oder ein Review bei iTunes.

00:00:00 – Intro
00:06:00 – KITCHEN NIGHTMARES (ja, ernsthaft)
00:11:50 – MACHETE MAIDENS UNLEASHED
00:18:35 – ELAINE STRITCH: SHOOT ME
00:20:40 – LIFE ITSELF
00:34:35 – TUSK – Trailer
00:41:50 – 22 JUMP STREET
00:56:30 – PLANET DER AFFEN: REVOLUTION
01:35:40 – JOHNNY MNEMONIC

 

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